Veröffentlicht am Mai 17, 2024

Die Zukunft Ihrer Print-Broschüre liegt nicht auf dem Papier, sondern in der Erlebnisbrücke, die Sie zur digitalen Welt bauen.

  • Augmented Reality (AR) ist mehr als ein Gimmick; sie ist ein Vertriebswerkzeug, das komplexe Maschinen direkt im Büro des Kunden visualisiert.
  • Schlechter Ton in Videos ist ein grösserer Conversion-Killer als schlechtes Bild, denn er erzeugt kognitiven Stress und führt zum sofortigen Abbruch.

Empfehlung: Konzentrieren Sie sich weniger auf die Technologie selbst und mehr auf die nahtlose User Experience und ein authentisches Corporate Storytelling, um aus Lesern begeisterte Kunden zu machen.

Stellen Sie sich Ihre neue, aufwendig gestaltete Hochglanzbroschüre vor. Perfektes Layout, überzeugende Texte, beeindruckende Produktfotos. Doch seien wir ehrlich: Wie oft landet dieses teure Stück Papier nach einer Messe oder einem Kundentermin ungelesen im Altpapier? In einer Welt der Reizüberflutung kämpfen statische Printmedien um Aufmerksamkeit. Marketingleiter stehen vor der Herausforderung, erklärungsbedürftige Produkte so zu präsentieren, dass sie nicht nur verstanden, sondern auch erlebt werden. Die gängige Antwort scheint einfach: „Kleben wir einfach einen QR-Code drauf.“

Doch dieser Ansatz greift zu kurz. Ein liebloser Link zu einer Website ist keine Lösung, sondern oft nur ein weiterer Klick ins Leere. Die wahre Revolution liegt nicht in der blossen Verknüpfung von Print und Digital, sondern in einer durchdachten, strategischen Orchestrierung. Es geht darum, eine nahtlose Erlebnisbrücke zu schaffen, die den Leser vom haptischen Gefühl des Papiers direkt in eine immersive, digitale Welt transportiert, die Emotionen weckt, Vertrauen schafft und komplexe Sachverhalte mühelos erklärt. Die blosse Technologie – ob QR-Code oder Augmented Reality – ist nur das Werkzeug.

Der eigentliche Hebel ist das Verständnis für die psychologischen Trigger, das perfekte Timing und das meisterhafte Erzählen von Geschichten. Wenn Sie aufhören, in getrennten Kanälen zu denken, und anfangen, ganzheitliche Markenerlebnisse zu gestalten, verwandeln sich Ihre Print-Materialien von passiven Informationsblättern in aktive, interaktive Vertriebs-Assistenten. Dieser Artikel zeigt Ihnen, wie Sie diese Transformation meistern – von der psychologischen Wirkung der Medienkombination über die Wahl des richtigen Videoformats bis hin zu den kritischen Fehlern, die Sie bei der Implementierung unbedingt vermeiden müssen.

Der folgende Leitfaden bietet Ihnen eine strukturierte Übersicht über die strategischen Bausteine, die notwendig sind, um Ihre Print-Kommunikation durch Video-Content nicht nur zu ergänzen, sondern sie auf ein neues Level der Interaktivität und Überzeugungskraft zu heben.

Warum die Kombination aus Text (Print) und Bild (Video) die Merkfähigkeit verdoppelt

Die menschliche Informationsverarbeitung ist kein monolithischer Prozess. Unser Gehirn nutzt unterschiedliche Kanäle für Text und Bild. Während das Lesen eines komplexen technischen Datenblatts hohe kognitive Anstrengung erfordert, verarbeitet unser Gehirn visuelle Informationen, insbesondere bewegte Bilder, bis zu 60.000 Mal schneller. Die Kombination beider Formate führt zu einer sogenannten multimodalen Codierung: Die Information wird an zwei Stellen im Gehirn verankert. Dies entlastet nicht nur den Arbeitsspeicher, sondern schafft auch eine doppelte Gedächtnisspur. Das Ergebnis ist eine dramatisch höhere Erinnerungsleistung.

Diese Erkenntnis ist für den B2B-Vertrieb von unschätzbarem Wert. Ein potenzieller Kunde, der eine Broschüre über eine komplexe Maschine liest und gleichzeitig über einen QR-Code ein Video abruft, das den Prozess in Aktion zeigt, versteht nicht nur schneller, sondern erinnert sich auch Wochen später noch an die Vorteile. Aktuelle Forschungen bestätigen, dass diese synergistische Wirkung enorm ist. So belegen Studien zur Gedächtnisleistung, dass eine kombinierte visuell-textuelle Präsentation zu einer bis zu 72% höheren Erinnerungsrate führen kann, verglichen mit der reinen Textinformation. Für Marketingleiter bedeutet das: Sie verdoppeln nicht nur die Chance, verstanden zu werden, sondern auch die Wahrscheinlichkeit, im entscheidenden Moment der Kaufentscheidung präsent zu sein.

Diese kognitive Entlastung ist der Schlüssel, um technische Details greifbar zu machen. Anstatt sich durch Bleiwüsten kämpfen zu müssen, erhält der Kunde die Fakten auf dem Papier und das „Aha-Erlebnis“ über das Video. Die Print-Broschüre liefert die rationale Argumentationsgrundlage, das Video die emotionale und intuitive Bestätigung. Zusammen bilden sie ein unschlagbares Duo für nachhaltige Überzeugungsarbeit.

Wie Sie Augmented Reality nutzen, um Videos direkt auf der Papierseite abzusipielen

Während QR-Codes eine einfache Brücke zur digitalen Welt darstellen, hebt Augmented Reality (AR) die Interaktion auf eine völlig neue Stufe. AR überlagert die reale Welt – in diesem Fall Ihre gedruckte Broschüre – mit digitalen Inhalten. Der Nutzer richtet die Kamera seines Smartphones oder Tablets auf eine Seite und wie von Zauberhand erwacht das Produkt zum Leben. Ein 3D-Modell einer Maschine beginnt sich zu drehen, ein Video startet direkt auf dem Bild, oder zusätzliche Informationen blenden sich ein. Dies schafft eine „magische“ Erfahrung, die den Nutzer fesselt und einen hohen Erinnerungswert hat.

Für den deutschen Mittelstand ist die Wahl des richtigen AR-Anbieters entscheidend, insbesondere im Hinblick auf die DSGVO-Konformität und den technischen Support. Die Server sollten idealerweise in Deutschland oder zumindest in der EU stehen, um datenschutzrechtliche Bedenken von vornherein auszuschliessen. Ein deutschsprachiger Support ist ebenfalls ein kritischer Faktor, um bei der Implementierung schnell und effizient agieren zu können.

AR-Aktivierung auf deutschem Messestand zeigt 3D-Maschinenmodell über Printbroschüre

Wie die Abbildung andeutet, liegt die Stärke von AR darin, das Unmögliche möglich zu machen. Eine riesige Industrieanlage kann als interaktives Modell auf einem Messetisch präsentiert werden, ohne dass sie physisch transportiert werden muss. Der Kunde kann Details heranzoomen, verschiedene Konfigurationen durchspielen und erhält so ein viel tieferes Produktverständnis. Die Auswahl einer Plattform sollte daher auf einer sorgfältigen Abwägung von Kosten, Features und lokaler Rechtssicherheit basieren.

Die folgende Tabelle bietet einen Überblick über etablierte AR-Plattform-Anbieter, die für den Einsatz mit Print-Materialien im deutschen Markt besonders relevant sind. Die Kriterien beleuchten die wichtigsten Entscheidungsfaktoren für Marketingleiter.

Vergleich deutscher AR-Plattform-Anbieter für Print-Integration
Anbieter DSGVO-Konformität Server-Standort Preis/Monat Support auf Deutsch
QR Marketing GmbH ✓ Vollständig Frankfurt ab 299€ 24/7 Hotline
3DQR Studio ✓ Vollständig München ab 199€ Business Hours
AR-Code.com ✓ Mit Auftragsverarbeitung Dublin (EU) ab 99€ Email-Support

Erklärvideo oder Imagefilm: Welches Format wertet Ihren Geschäftsbericht auf?

Die Entscheidung, ein Video in einen Geschäftsbericht oder eine hochwertige Broschüre zu integrieren, ist getroffen. Doch welche Art von Video entfaltet die grösste Wirkung? Die Wahl zwischen einem analytischen Erklärvideo und einem emotionalen Imagefilm ist eine strategische Weichenstellung, die von der Zielgruppe und dem Kontext abhängt. Es geht nicht darum, was besser ist, sondern was an welcher Stelle die richtige Aufgabe erfüllt.

Ein Erklärvideo glänzt durch Klarheit und Effizienz. Es zerlegt komplexe Sachverhalte – wie eine neue Fertigungstechnologie, eine Lieferketten-Innovation oder die Funktionsweise eines Finanzprodukts – in leicht verdauliche, logische Schritte. Im Finanzteil eines Geschäftsberichts, wo analytische Investoren und Journalisten nach harten Fakten suchen, ist ein prägnantes Erklärvideo Gold wert. Es demonstriert Kompetenz und Transparenz und beantwortet Fragen, bevor sie überhaupt gestellt werden. Der Fokus liegt auf der Informationsvermittlung und der kognitiven Entlastung des Lesers.

Der Imagefilm hingegen zielt auf das Herz. Er erzählt eine Geschichte, transportiert Werte und schafft eine emotionale Verbindung zur Marke. Im Nachhaltigkeitsbericht oder im Kapitel zur Unternehmenskultur kann ein solcher Film die Arbeitgebermarke stärken, das soziale Engagement erlebbar machen oder die Vision des Gründers transportieren. Hier geht es um Identifikation und Vertrauensaufbau. Wie Manuel Arroyo, Marketingchef bei Coca-Cola, die strategische Trennung auf den Punkt bringt:

Erklärvideos eignen sich perfekt für den analytischen deutschen Investor im Finanzteil, während emotionale Imagefilme im Nachhaltigkeitsbericht die Arbeitgebermarke stärken.

– Manuel Arroyo, Coca-Cola Marketingchef über QR-Code Integration

Die Integration interaktiver Elemente in diese Videos kann die Wirksamkeit weiter steigern. Studien belegen, dass die Einbindung von klickbaren Elementen, Kapitelsprüngen oder zusätzlichen Informationsebenen die Aufmerksamkeit bindet. So zeigen Analysen von IPG Media Labs eine bis zu 47% längere Verweildauer bei interaktiven Videos im Vergleich zu linearen Formaten. Die strategische Entscheidung lautet also: Information oder Emotion? Die Antwort bestimmt das Format.

Der Fehler bei der AR-App-Entwicklung, der Nutzer nach 10 Sekunden abspringen lässt

Sie haben in eine beeindruckende Augmented-Reality-Erfahrung investiert. Doch der Nutzer startet die Anwendung, wird mit einem undurchsichtigen Wall-of-Text zu Datenschutzbestimmungen und einer sofortigen Abfrage nach Kamera-, Standort- und Mikrofonzugriff bombardiert – und schliesst die App frustriert. Dieser abrupte Abbruch ist der häufigste und teuerste Fehler bei der Integration von AR in Print-Kampagnen. Die Ursache ist ein Mangel an Vertrauen und eine schlechte User Experience. Insbesondere der deutsche Nutzer ist sensibel, was Datenschutz und Transparenz angeht.

Der psychologische Knackpunkt ist die Reibung. Jede unnötige Hürde, jede unklare Abfrage erzeugt Misstrauen und kognitiven Aufwand. Studien zur App-Akzeptanz in Deutschland zeigen erschreckende Zahlen: Ohne ein klares Vertrauenssignal, wie zum Beispiel ein bekanntes Gütesiegel, liegt die Abbruchrate bei bis zu 82%, bevor der Nutzer überhaupt die Kernfunktion gesehen hat. Ein TÜV-Zertifikat oder eine ähnliche Kennzeichnung kann hier als starker Vertrauensanker dienen. Doch die eigentliche Lösung liegt in einem intelligenten Design der Nutzerführung.

Statt den Nutzer zu überfallen, sollte die App dem Prinzip der „Progressive Disclosure“ folgen: Informationen und Berechtigungsabfragen werden erst dann präsentiert, wenn sie tatsächlich benötigt werden. Erklären Sie dem Nutzer kurz und verständlich, *warum* Sie die Kamera benötigen (nämlich um die AR-Magie zu entfesseln), bevor das Betriebssystem die offizielle Abfrage startet. Diese „Soft Permissions“ bauen Vertrauen auf und erhöhen die Akzeptanzrate massiv.

Aktionsplan: DSGVO-konforme Permission-Abfrage für AR-Apps

  1. Minimaler Startbildschirm: Zeigen Sie beim App-Start nur die essenziellen DSGVO-Informationen in prägnanter Kurzform an. Vermeiden Sie juristische Textwände.
  2. Progressive Disclosure: Stellen Sie detaillierte Datenschutzinformationen nur auf aktive Anfrage des Nutzers zur Verfügung (z. B. über einen „Mehr erfahren“-Link).
  3. Kontextbezogene Abfragen: Fragen Sie die Kamera-Berechtigung erst in dem Moment ab, in dem der Nutzer die AR-Funktion explizit aufrufen möchte, nicht direkt beim App-Start.
  4. Implementierung von „Soft Permissions“: Erklären Sie in einem eigenen, freundlich gestalteten Dialogfenster den Nutzen der Berechtigung („Um die Maschine in 3D anzuzeigen, benötigen wir Zugriff auf Ihre Kamera“), bevor die System-Abfrage erscheint.
  5. Option zum Aufschub: Bieten Sie für nicht-kritische Features (z. B. Standort für personalisierte Angebote) immer eine „Später entscheiden“-Option an, um den Einstieg nicht zu blockieren.

Wann Sie das Video zur Print-Kampagne veröffentlichen müssen, um maximalen Buzz zu erzeugen

Die beste Video-Integration nützt wenig, wenn sie zur falschen Zeit erfolgt. Die strategische Orchestrierung des Timings über Print- und Digitalkanäle hinweg ist entscheidend, um die Aufmerksamkeit zu bündeln und einen maximalen „Buzz“ zu generieren. Es geht darum, eine Spannungskurve aufzubauen, die genau zum entscheidenden Moment – sei es eine Messe, ein Produktlaunch oder eine saisonale Kampagne – ihren Höhepunkt erreicht.

Fallstudie: Timing-Strategie für Grossereignisse

Ein herausragendes Beispiel für perfektes Timing lieferte Golden Road Brewing mit ihrer WebAR-Aktivierung in der L.A. Times. Die AR-Experience, die über eine Print-Anzeige zugänglich war, wurde exakt zeitgleich mit dem Sieg des lokalen Baseballteams bei der World Series gelauncht. Dieser emotionale Höhepunkt garantierte maximale Aufmerksamkeit und virale Verbreitung. Übertragen auf den deutschen B2B-Markt bedeutet dies: Koppeln Sie Ihre Kampagne an branchenrelevante Ereignisse. Veröffentlichen Sie Teaser-Videos eine Woche vor der Hannover Messe oder starten Sie die AR-Aktivierung pünktlich zum Beginn der Black Week, um von der allgemeinen Kaufstimmung zu profitieren.

Eine bewährte Methode ist die gestaffelte Veröffentlichung. Statt alle Medien gleichzeitig auszuspielen, wird die Zielgruppe schrittweise auf das Hauptereignis vorbereitet. Beginnen Sie mit kurzen Teaser-Videos in den sozialen Medien, um Neugier zu wecken. Versenden Sie anschliessend die Print-Materialien (Broschüren, Kataloge), die den QR-Code oder den AR-Marker enthalten. Die vollständige AR-Erfahrung oder das finale Video wird dann pünktlich zum Start des Events freigeschaltet. Dieser Aufbau erzeugt Erwartung und sorgt dafür, dass Ihre Botschaft im entscheidenden Moment auf fruchtbaren Boden fällt.

Der folgende Zeitplan skizziert eine optimale Veröffentlichungssequenz für typische deutsche B2B-Anlässe und verdeutlicht das Prinzip der strategischen Orchestrierung.

Optimale Veröffentlichungszeitpunkte nach deutschem Messekalender
Event/Periode Video-Teaser Print-Versand AR-Aktivierung
Hannover Messe -14 Tage -7 Tage Tag 1 der Messe
Black Week -10 Tage -5 Tage Montag Black Week
Oktoberfest B2B -21 Tage -14 Tage Wiesn-Wochenende 1
Bauma München -30 Tage -14 Tage Messestart

Warum schlechter Ton in Videos eher zum Abbruch führt als schlechtes Bild

Marketingteams investieren oft hohe Budgets in 4K-Kameras und aufwendige Bildkompositionen, vernachlässigen aber einen Faktor, der für die Wahrnehmung des Zuschauers weitaus kritischer ist: die Audioqualität. Ein verrauschtes Mikrofon, störende Hintergrundgeräusche oder ein unangenehmer Hall sind keine kleinen Schönheitsfehler – sie sind Conversion-Killer. Neurowissenschaftliche Studien zur Wahrnehmung zeigen eindeutig, dass das menschliche Gehirn weitaus intoleranter gegenüber schlechtem Ton als gegenüber schlechtem Bild ist. Die Konsequenz ist eine um bis zu 73% höhere Abbruchrate bei mangelhafter Audioqualität.

Der Grund dafür ist tief in unserer Evolution verwurzelt. Unser Gehirn ist darauf trainiert, aus akustischen Signalen Gefahren oder wichtige soziale Hinweise herauszufiltern. Ein unsauberer Ton zwingt das Gehirn zu enormer Mehrarbeit, um die relevanten Sprachinformationen zu entschlüsseln. Dieser Prozess erzeugt kognitiven Stress und Frustration, was unweigerlich zum Abbruch führt. Ein leicht unscharfes Bild hingegen kann das Gehirn oft noch kompensieren. Guter Ton schafft hingegen Intimität und Vertrauen. Eine klare, präsente Stimme wirkt kompetent und glaubwürdig.

Für B2B-Anwendungen bedeutet dies, dass die Wahl des Mikrofons keine Nebensache, sondern eine strategische Entscheidung ist. Je nach Anwendungsfall – ob lautes Messeinterview, hallige Werkshalle oder ruhiges Büro-Testimonial – sind unterschiedliche Mikrofontypen erforderlich, um eine professionelle Audioqualität sicherzustellen. Hier einige praxiserprobte Empfehlungen für typische deutsche B2B-Szenarien:

  • Messeinterview (laut): Ein kabelloses System wie das Rode Wireless GO II mit Windschutz ist ideal, um die Stimme des Sprechers von den Umgebungsgeräuschen zu isolieren.
  • Vorführung in der Werkshalle: Hier eignet sich ein Richtrohrmikrofon (z.B. Sennheiser MKE 600), das den Schall gezielt von vorne aufnimmt und seitliche Geräusche dämpft.
  • Testimonial im Büro: Für eine natürliche und unauffällige Aufnahme ist ein hochwertiges Ansteckmikrofon (Lavalier), wie das DPA 4060, die beste Wahl.
  • Webinar oder Podcast: Ein dynamisches Grossmembranmikrofon (z.B. Rode PodMic USB) liefert eine satte, radioähnliche Stimmqualität und ist unempfindlich gegenüber Raumhall.

Virtuelle Realität oder Augmented Reality: Was hilft beim Verkauf von Maschinen besser?

Im Kontext der Digitalisierung des Vertriebs werden die Begriffe Virtual Reality (VR) und Augmented Reality (AR) oft in einem Atemzug genannt, doch sie dienen fundamental unterschiedlichen Zwecken. Für den Verkauf komplexer Maschinen und Anlagen ist die Unterscheidung entscheidend: AR ist ein Vertriebswerkzeug, VR ist ein Schulungswerkzeug. AR erweitert die reale Welt des Kunden, während VR den Nutzer in eine komplett künstliche Welt versetzt.

Augmented Reality glänzt, wenn es darum geht, ein Produkt in den Kontext des Kunden zu bringen. Ein Vertriebsmitarbeiter kann mithilfe eines Tablets eine Maschine in Originalgrösse direkt in die Produktionshalle des Kunden projizieren. Der Kunde sieht sofort, wie sich die Anlage in seine bestehende Infrastruktur einfügt, ob die Platzverhältnisse ausreichen und wie die Anschlüsse liegen. Diese Visualisierung vor Ort beseitigt Unsicherheiten und beschleunigt den Entscheidungsprozess enorm. AR ist zudem niederschwellig: Fast jeder potenzielle Kunde besitzt bereits die notwendige Hardware – ein Smartphone oder Tablet.

Virtual Reality hingegen isoliert den Nutzer von seiner Umgebung. Mit einer VR-Brille kann er in eine fotorealistische Simulation der Maschine eintauchen, sie von innen erkunden oder komplexe Wartungsvorgänge trainieren. Dies ist extrem effektiv für Schulungszwecke, da es eine sichere und wiederholbare Lernumgebung schafft. Im Vertriebskontext ist VR jedoch oft unpraktisch: Es erfordert spezielle Hardware, isoliert den Kunden vom persönlichen Gespräch mit dem Vertriebler und kann auf Messen zu langen Wartezeiten führen. Für eine schnelle, überzeugende Produktpräsentation im Verkaufsgespräch ist AR daher meist die überlegene Wahl.

Die folgende Kosten-Nutzen-Analyse für den deutschen Maschinenbau verdeutlicht die unterschiedlichen Stärken und Einsatzgebiete beider Technologien.

VR vs. AR für deutschen Maschinenbau – Kosten-Nutzen-Analyse
Kriterium Virtual Reality Augmented Reality Empfehlung KMU
Initialinvestition 15.000-50.000€ 5.000-15.000€ AR
Hardware pro Nutzer 400-1.200€ (VR-Brille) 0€ (Smartphone/Tablet) AR
Fernwartung Eingeschränkt Exzellent AR
Messepräsentation Beeindruckend Praktisch Beide
Schulungseffektivität 95% 80% VR

Das Wichtigste in Kürze

  • Strategie vor Technologie: Der Erfolg liegt nicht im Einsatz von QR-Codes oder AR an sich, sondern in der durchdachten Orchestrierung von Print- und Video-Content zu einem nahtlosen Kundenerlebnis.
  • User Experience ist entscheidend: Eine intuitive Bedienung, schnelle Ladezeiten, exzellente Audioqualität und eine datenschutzkonforme Nutzerführung (DSGVO) sind keine Optionen, sondern kritische Erfolgsfaktoren.
  • Timing und Storytelling gewinnen: Eine gestaffelte Veröffentlichungsstrategie, gekoppelt an relevante Branchenereignisse, und eine authentische, emotionale Geschichte schaffen mehr Vertrauen und Engagement als jedes technische Feature allein.

Wie nutzen Sie Corporate Storytelling, um trockene B2B-Themen emotional aufzuladen?

Im B2B-Umfeld dominieren oft Fakten, Daten und technische Spezifikationen. Doch Kaufentscheidungen, selbst bei Investitionsgütern im Millionenwert, werden nie rein rational getroffen. Vertrauen, Sympathie und die emotionale Verbindung zu einer Marke spielen eine entscheidende Rolle. Hier kommt Corporate Storytelling ins Spiel: die Kunst, die Geschichte Ihres Unternehmens so zu erzählen, dass sie bei Ihrer Zielgruppe Resonanz erzeugt und trockene Themen mit Leben füllt.

Besonders im deutschen Mittelstand, der von „Hidden Champions“ und traditionsreichen Familienunternehmen geprägt ist, schlummern unzählige solcher Geschichten. Die Erzählung vom Gründer, der in einer Garage begann und sein Unternehmen zum Weltmarktführer entwickelte, ist mehr als eine Anekdote – sie ist ein kraftvoller Vertrauensanker. Sie kommuniziert Werte wie Durchhaltevermögen, Innovationsgeist und Qualität. Wenn diese Geschichte dann noch mit lokalem Bezug und einem klaren Bekenntnis zu Nachhaltigkeit verknüpft wird, entsteht ein extrem starkes Markenbild. Wie eine Expertin für Wirtschaftspsychologie betont:

Die Geschichte vom Gründer in der Garage zum Weltmarktführer ist der deutsche Mythos, der Vertrauen schafft – besonders wenn sie mit lokalem Bezug und Nachhaltigkeitsaspekten verknüpft wird.

– Prof. Dr. Anne Maass, Forschungsbericht Otto-von-Guericke Universität 2023

Ein Jubiläum, ein Generationswechsel oder die Einführung einer bahnbrechenden Innovation sind perfekte Anlässe, um diese Geschichten per Video zu erzählen. Integriert in eine Broschüre oder einen Geschäftsbericht, verleiht ein solches Video dem Unternehmen ein menschliches Gesicht. Es zeigt die Menschen hinter den Produkten und die Leidenschaft, die sie antreibt. Anstatt nur zu sagen „Wir sind seit 50 Jahren qualitätsführend“, zeigen Sie es durch ein emotionales Video, das die Meilensteine, die Herausforderungen und die Erfolge dieser 50 Jahre erlebbar macht. So wird aus einem trockenen Fakt eine packende Heldengeschichte, die im Gedächtnis bleibt und die rationale Kaufentscheidung um eine starke emotionale Komponente ergänzt.

Um Ihre Marke nachhaltig im Bewusstsein Ihrer Kunden zu verankern, ist es essenziell zu verstehen, wie Sie Corporate Storytelling nutzen, um eine emotionale Verbindung aufzubauen.

Die Integration von Video-Content in Ihre Print-Materialien ist weit mehr als eine technische Spielerei. Es ist eine strategische Entscheidung, Ihre Kommunikation an das veränderte Mediennutzungsverhalten anzupassen und aus passiven Lesern aktive, engagierte Interessenten zu machen. Beginnen Sie damit, Ihre Print- und Digitalstrategien nicht länger als getrennte Silos zu betrachten, sondern als Teile einer orchestrierten Customer Journey. Analysieren Sie, an welchen Kontaktpunkten ein Video den grössten Mehrwert für Ihre Kunden schaffen kann, und investieren Sie in eine qualitativ hochwertige, reibungslose Umsetzung.

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